Posts by Highwaycharly


    Smarter Blitzer überführt Handysünder ab Juni auch in Deutschland

    Ein intelligenter Blitzer überführt nicht nur Tempo-, sondern auch Handy-Sünder. In den Niederlanden wird der smarte Blitzer mit künstlicher Intelligenz (KI) bereits seit Anfang 2022 angewendet. Jetzt geht das System auch in Deutschland in den regulären Betrieb.

    Die smarte Radarfalle namens Monocam kommt aus den Niederlanden. Die dortige Polizei hat es in Zusammenarbeit mit der Universität Utrecht entwickelt. Nach einer mehrmonatigen Testphase im Bundesland Rheinland-Pfalz kommt die smarte Technik ab Juni 2022 vorerst in Trier und anschließend in Mainz zum Einsatz.

    Handysünder werden auf frischer Tat ertappt

    Der neuartige Handy-Blitzer erkennt elektronische Geräte wie Smartphones, Tabletts und Navigationsgeräte. Wenn die Radarfalle ein entsprechendes elektronisches Gerät in den Händen des Fahrers erkennt, macht sie von ihm und dem Fahrzeugkennzeichen ein Foto.

    Die Fotos werden im Anschluss von Polizeibeamten gesichtet und beurteilt, ob die Fahrer auf den Fotos tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit begangen haben oder etwas anderes in den Händen hielten. Aufnahmen, bei denen kein Handy-Verstoß festgestellt wurde, werden nicht gespeichert.

    Bei einem ersten Test des Blitzers in Mainz wurden trotz eines Hinweisschilds rund 20 PKW und LKW-Fahrer pro Stunde mit einem Smartphone am Steuer erwischt.


    quelle: https://trans.info/de/samrt-blitzer-handy-290201


    Daimler Truck bietet Versicherungsberatung an

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    Lkw- und Buskunden des Herstellers erwartet eine neues Serviceangebot im Bereich der Versicherung© Foto: Daimler Truck


    Ob Kfz-, Transport- oder Fahrerversicherung: In Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Beratungsunternehmen will der Hersteller künftig sein Versicherungsportfolio aufbessern.

    Daimler Truck kooperiert mit Marsh, einem Beratungsunternehmen für Versicherungen. Künftig berät Daimler Truck Financial Services Lkw- sowie Buskunden des Herstellers in Zusammenarbeit mit Marsh.

    Das neue Serviceangebot im Versicherungsportfolio des Unternehmens umfasst etwa die Kfz-Versicherung, GAP-Deckung, Transportversicherung, Betriebshaftpflichtversicherung und Fahrerversicherung. Der Dienstleister verspricht seinen Kunden dabei, die Gesamtbetriebskosten ihrer Fahrzeuge mit ihren Risiko- und Versicherungsbedürfnissen zu optimieren.

    Die Einführung der neuen Versicherungsdienstleistungen ist zunächst in Polen, den Niederlanden, Spanien, Deutschland und Frankreich geplant, weitere europäische Märkte sollen laut Daimler Truck folgen. (jl/mwi)

    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…erungsberatung-an-3182045

    ZF bietet mit eWorX Fahrzeug- und Aufbauherstellern die Möglichkeit, in Elektro-Lkw unterschiedlichste Arbeitsgeräte wie Mischer oder Kran lokal emissionsfrei zu betreiben. In enger Kooperation mit Mercedes-Benz Trucks und den Aufbauherstellern Meiller und Palfinger wurden zwei Abrollkipper als Demonstrationsfahrzeuge mit Palfinger und Meiller realisiert. Beide Demonstrationsfahrzeuge werden am 30. Mai auf der Weltmesse IFAT 2022 in München vorgestellt.


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    ZF erweitert sein E-Mobility-Portfolio mit Mercedes-Benz Trucks und Palfinger

    - © Daimler AG / ZF


    Die All-in-one-Lösung eWorX von ZF bietet Fahrzeug- sowie Aufbauherstellern die Möglichkeit, auch künftig in elektrischen Nutzfahrzeugen unterschiedlichste Arbeitsgeräte wie Mischer oder Kran lokal emissionsfrei zu betreiben. ZF hat nun in enger Kooperation mit Mercedes-Benz Trucks und den Aufbauherstellern Meiller und Palfinger zwei Demonstrationsfahrzeuge realisiert. So wurde ein eActros als Absetzkipper mit Palfinger und ein weiterer eActros als Abrollkipper mit Meiller realisiert. Beide Demonstrationsfahrzeuge werden am 30. Mai auf der Weltmesse IFAT 2022 in München vorgestellt.

    „Die Projekte mit Mercedes-Benz Trucks sowie den Aufbauherstellern Palfinger und Meiller belegen eindrücklich, wie die ZF-Strategie der Next Generation Mobility sukzessive umgesetzt wird. eWorX unterstützt die elektrische Transformation der Nutzfahrzeugbranche für eine nachhaltigere Zukunft“, sagt Wilhelm Rehm, ZF-Vorstandsmitglied und verantwortlich für die neue Nutzfahrzeugdivision Commercial Vehicle Solutions.


    eWorx ist ein All-in-one-System

    Als vollintegriertes System bietet ZF eWorX einen deutlichen Mehrwert für Fahrzeug- und Aufbauhersteller: Als modulares, standardisiertes und intelligentes System vereint es alle Funktionen zur Elektrifizierung von Arbeitsgeräten in einer kompakten Einheit. eWorX stellt einen wichtigen Schritt in der elektrischen Transformation von Nutzfahrzeugen dar. Die Lösung sorgt für lokale Emissionsfreiheit und senkt gleichzeitig das Geräuschniveau deutlich, was wiederum den Betrieb von Arbeitsequipment in Städten und Wohngebieten erleichtert.

    Das in den Demonstrationsfahrzeugen verbaute eWorX-System verfügt über eine elektrische Maschine mit einer Nennleistung von 50 kW, einen Wechselrichter und ein Steuergerät mit applikationsspezifischer Software, ein Kühlsystem sowie eine Hydraulikpumpe. eWorX fungiert als Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Arbeitsequipment und kommuniziert über eine Anbindung an den CAN-Bus des Fahrzeugs. Das System arbeitet unabhängig vom Fahrantrieb und ist somit für elektrische Achsantriebe und Zentralantriebe einsetzbar.


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    Das ZF-System eWorX bestehend aus Steuergerät, Leistungselektronik und E-Motor mit optionaler Hydraulikpumpe - © ZF Group


    quelle: https://traktuell.at/news/e-lk…eiem-nebenantrieb-von-zf/

    Ungarn will ab heute Tanktourismus eindämmen

    Die ungarische Regierung stoppt ab heute den „Treibstofftourismus“, wie der ungarische Kanzleiminister Gergely Gulyas auf einer Pressekonferenz in Budapest bekanntgegeben hat. Nun dürfen nur noch Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen für den billigen Einheitspreis von 480 Forint (1,24 Euro) für einen Liter Benzin bzw. Diesel tanken.

    Laut Gulyas besteht in Ungarn der günstigste Treibstoffpreis im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, was zu einem sichtbaren „Treibstofftourismus“ an den Tankstellen in den Grenzregionen führte. Im Interesse der „Abschaffung des Missbrauchs“ sei diese Maßnahme getroffen worden, betonte der Minister. Allerdings dürfte Ungarn mit dieser Maßnahme gegen den EU-Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen.


    quelle: https://orf.at/#/stories/3268077/

    Am Mittwochvormittag hat sich am Fernpass ein schwerer Unfall ereignet: Ein Auto wurde beim links abbiegen von einem Lkw erfasst. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden dabei verletzt und mussten ins Krankenhaus Zams eingeliefert werden.

    Ein 35-jähriger Lkw-Fahrer lenkte seinen Lastwagen mit Anhänger um kurz vor 10.00 Uhr auf der Fernpassstraße von Nassereith kommend in Richtung Reutte. Gleichzeitig fuhr ein 72-jähriger deutscher Autolenker von der Tankstelle auf der Fernpasshöhe aus und bog nach links in Richtung Innsbruck auf die Fernpassstraße ein.

    Obwohl der Lkw-Fahrer noch versuchte auszuweichen und eine Vollbremsung einleitete, kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto ein Stück zur Seite geschleudert, rollte anschließend mehrere Meter auf das Tankstellenareal zurück und blieb schließlich an der dortigen abfallenden Böschung an der Böschungskante hängen.


    Fahrer und Beifahrerin verletzt

    Der 72-Jährige erlitt bei dem Unfall Verletzungen unbestimmten Grades und wurde nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Zams eingeliefert. Seine 69-jährige Beifahrerin erlitt ebenfalls Verletzungen unbestimmten Grades und wurde mit der Rettung ins Krankenhaus Zams eingeliefert.

    Im Einsatz standen neben der Polizei auch drei Fahrzeuge mit 28 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Nassereith, das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen, der Notarzt und der Rettungshubschrauber.


    quelle: https://tirol.orf.at/stories/3158029/

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    ORF


    Nach insgesamt elf Jahren Planungs- und Bauzeit sowie Investitionen von 70 Millionen Euro ist jetzt die neue Ortsdurchfahrt in Weiz fertiggestellt worden. Am Mittwoch wurde sie feierlich eröffnet, am Freitag wird sie dann für den Verkehr freigegeben.

    Was 2011 begann, ist nun vollendet: Den Beginn machte die 2,6 Kilometer lange Ortsumfahrung Preding-Weiz von 2011 bis 2013. 2017 wurde ein ein Kilometer langer, innerstädtischer Abschnitt finalisiert, danach wurde die Schleppbahn der Andritz Hydro auf einen eigenen Gleiskörper verlegt und die Landesbahn-Gleisanlage bis zum Schulzentrum um eine Station erweitert; schließlich wurde der Lückenschluss des Gesamtprojekts vollendet.


    „Mausloch“ ist Geschichte

    Kernstück sind zwei Tunnel mit einer Länge von 425 und 274 Metern. Das ungeliebte „Mausloch" – die einspurige Unterführung der Feistritztalbahn – wurde abgerissen und durch eine moderne und ausreichend breite Unterführung ersetzt.


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    ORF


    Insgesamt wurden 70 Millionen Euro investiert. Die Verkehrsfreigabe erfolgt am Freitag um 6.00 Uhr früh.


    Schützenhöfer und Lang unterstreichen Bedeutung

    Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) unterstrich am Mittwoch die Bedeutung der Baufertigstellung: „Einerseits wird damit die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert, und andererseits ist die neu ausgebaute Verkehrsverbindung eine wichtige Lebensader für einen starken Wirtschaftsstandort.“

    Verkehrsreferent Anton Lang (SPÖ) ergänzte: „Nach den ersten beiden Abschnitten des Bauvorhabens Ortsumfahrung Preding Weiz ist nun der letzte wesentliche Teil fertiggebaut, die Ortsdurchfahrt Weiz. Die erfolgreiche Umsetzung zeigt, wie aus der Partnerschaft der Stadt Weiz und dem Land Steiermark eine deutliche Verbesserung erzielt werden kann.“



    quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3157959/


    Schubbodentrailer mit Spezialverdeck für Belgien

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    Kürzlich hat der Händler B-Trailers einen Fliegl-Schubbodenauflieger ausgeliefert, der ein besonderes Verdeck bietet.© Foto: Fliegl


    Der Fliegl-Händler Sylvain Bonni im belgischen Lüttich pflegt seit einigen Jahren gute Kontakte zu Transports Jullien SR. Das Unternehmen fährt vor allem Sägemehl, Hackschnitzel und neuerdings auch Abfall. 2021 war Jean-Marc Jullien auf Besuch in Triptis.

    Die Entscheidung zugunsten eines neuen Schubbodentrailers aus Thüringen fiel bald nach dem Besuch. Kürzlich wurde er ausgeliefert, im Jullien-Fuhrpark aktuell der erste Fliegl-Trailer.

    Kleine Tricks, große Wirkung

    Damit der Schubboden bei groben Schüttgut besonders lange hält, verwendet Fliegl eine äußerst abriebfeste Aluminium- Legierung für die 10 mm starken, geriffelten Bodenprofile. Hier gibt es eine Besonderheit: Die Alu-Profile sind mittig im Trailer verschraubt. Der Trick: Falls nach einigen Jahren der untere Teil stärker abgenutzt ist als der obere, lassen sich die Profile problemlos um 180 Grad drehen – und so noch einige Jahre weiter nutzen. Per Funkfernbedienung kann der Fahrer zwischen Vorwärts-/Rückwärtslauf umschalten, der Bedienkasten für die Zweikreis-Hydraulik ist vor den Achsen montiert.

    Ebenfalls aus abriebfestem Aluminium fertigt Fliegl die Kastenmulde: Stirn- und Seitenwände bestehen aus Alu-Hohlprofilen, die oben rundum mit einem breiten Verstärkungsprofil zusammengeschweißt und unten mit einem Spezialrahmen eingeschweißt sind. In der Mulde läuft eine Schiebewand mit verstärkten Planenlappen zu besseren Entleerung. Die Rückwand aus Alu-Hohlprofilen ist zweiflügelig, die rechte Tür passt aber auch links. Das garantiert eine schnelle und sichere Ersatzteilversorgung. Für dauerhaft leichtes Öffnen und Schließen sorgen die außen aufliegenden Drehstangenverschlüsse aus Edelstahl mit Verriegelung oben und unten. Dank pneumatischer Sicherheitsverriegelung der Rückwand kann die mechanische Verriegelung entfallen.

    Für mehr Flexibilität: Wartungstür und Klappdach

    Der beidseitige Aufstieg am Code-XL-zertifizierten Aufbau macht den Auflieger maximal flexibel, selbst bei Verwendung unterschiedlicher Zugmaschinen, wo der Aufstieg rechts oder links montiert ist. Muss doch einmal in die 92 Kubikmeter große Mulde geklettert werden, geht das ganz einfach über das geräumige Stehpodest an der Front und die in Fahrtrichtung links eingebaute Wartungstür. Für eine deutliche Zeit- und Arbeitsersparnis bei Be- und Entladen sorgt das hydraulische zweiflügelige Klappdach – eine Besonderheit, die aus dem Agrarbereich bekannt ist. Das robuste Planenverdeck ist per Knopfdruck auf der Funkfernbedienung in rund 10 Sekunden geöffnet oder geschlossen, das freut jeden Fahrer und Verlader.


    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…deck-fuer-belgien-3171165


    Amazon: Neubau in Erfurt, Rückzug aus Schwerin

    Der Internethändler errichtet ein neues Verteilzentrum und stärkt damit seine Präsenz in Thüringen. Die ursprünglichen Planungen für einen Standort in Schwerin hingegen werden zurückgenommen. Verdi kritisiert derweil die Arbeitsbedingungen beim Logistik-Riesen.

    Amazon baut ein neues Logistikzentrum in Erfurt. In der Landeshauptstadt besteht seit einigen Jahren bereits ein Verteilzentrum mit etwa 200 Mitarbeitern, vom dem aus die in den Logistikzentren gepackten Päckchen und Pakete zu den Kunden gebracht werden. Des Weiteren unterhält Amazon ein Logistikzentrum in Gera - es soll nach früheren Angaben auf bis zu 2000 Beschäftigte kommen.

    Der Neubau in der Landeshauptstadt erfolgt im Internationalen Logistikzentrum im Norden der Thüringer Landeshauptstadt an der Autobahn A71. Es handele sich um ein größeres Bauprojekt, welches einige Zeit bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen werde, so ein Amazon-Sprecher.

    Die Gewerkschaft Verdi, die Linke im Thüringer Landtag sowie Vertreterinnen der Erfurter Stadtratsfraktion „Mehrwertstadt“ kritisierten die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Verdi forderte den Internethändler auf, sich tariflich zu binden.

    Kein Verteilzentrum in Schwerin

    Während Amazon mit dem Neubau in Erfurt sein Netzwerk ausbaut, entscheidet sich das US-amerikanische Unternehmen gegen ein geplantes Verteilzentrum in Schwerin. Vorgesehen war ein Logistik-Standort auf 5,5 Hektar mit einem Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro für rund 130 Arbeitsplätze ab Herbst 2022. „Es ist schade, dass diese Investition nicht kommt. Bereits 2020 waren wir mit Amazon in Kontakt und haben das Vorhaben vorangetrieben“, teilte der Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt, Bernd Nottebaum, mit.

    Amazon begründete die Entscheidung damit, dass das Vorhaben nicht in einem zeitlichen und wirtschaftlichen Rahmen zu realisieren sei.

    (jl/ste/dpa)


    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…kzug-aus-schwerin-3181702


    Bundesrat gibt grünes Licht für autonomes Fahren

    Der Bundesrat hat am Freitag den Weg für autonomes Fahren geebnet. Das Rechtsrahmen dafür ist weltweit einmalig.


    Der Bundesrat hat am Freitag die vom Bundesminister für Digitales und Verkehr vorgelegte Verordnung zur Regelung des Betriebs von Kraftfahrzeugen mit automatisierter und autonomer Fahrfunktion und zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschrifte verabschiedet.

    Quote
    Das autonome Fahren wird unsere Mobilität nachhaltig verändern und bietet enormes Potential, beispielsweise bei der Personenbeförderung oder in der Logistik auf der letzten Meile. Dass autonome Fahrzeuge bei uns künftig im normalen Straßenverkehr teilnehmen können, ist weltweit einmalig und war ein enormer Kraftakt. Aber gerade mit diesen detaillierten Erfahrungen bei der Entwicklung des Rechtsrahmens und dessen Umsetzung können wir einen wesentlichen Beitrag für die weitere Arbeit auf internationaler Ebene leisten, betonte Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr.

    Neben den technischen Vorschriften regelt die Rechtsverordnung ebenfalls das Verfahrens über die Zulassung von Kraftfahrzeugen mit autonomer Fahrfunktion zum Straßenverkehr, denn hierfür sollen keine singulären technischen Ausnahmegenehmigungen des jeweiligen Bundeslands erforderlich sein. Das Verfahren wird in drei Stufen verlaufen: Im ersten Schritt ist eine Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge mit autonomen Fahrfunktionen beim Kraftfahrt-Bundesamt zu beantragen. Im nächsten Schritt wird die Genehmigung bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt. Schließlich erfolgt die eigentliche Straßenzulassung des Kraftfahrzeuges mit autonomer Fahrfunktion durch Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens und Ausfertigung der Fahrzeugpapiere.

    Meilenstein in der Automobil- und Mobilitätsbranche

    Branchenverbände begrüßten die Verordnung.

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    Deutschland kann heute Verkehrsgeschichte schreiben. Als erstes und einziges Land weltweit hat die Bundesrepublik bereits vor gut einem Jahr ein Gesetz zum autonomen Fahren im landesweiten Regelbetrieb beschlossen – doch bislang fehlt die notwendige Verordnung, damit autonome Fahrzeuge wirklich auf die Straßen kommen können. Die Politik hat sich für die mühevolle Abstimmung zwischen Bund und Ländern viel Zeit genommen, nun sollten Bundesrat und im Anschluss das Bundesverkehrsministerium dem vorliegenden Kompromiss rasch zustimmen. Wir müssen unsere Pole Position bei dieser Zukunftstechnologie nutzen. Jetzt gilt es, Gesetz und Verordnung umzusetzen und technisch ausgereifte Fahrzeuge schnellstmöglich auf die Straße zu bekommen und in den Regelbetrieb zu überführen, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg noch vor der Bundesratsitzung.

    Auch der VDA bezeichnete das Regelwerk ale einen Meilenstein.

    Quote
    Mit der heutigen Annahme der Rechtsverordnung erreichen wir einen Meilenstein in der Automobil- und Mobilitätsbranche. Mit Stolz können wir auf viele Jahre intensiver Arbeit aller Beteiligten zurückblicken. Mit Mut, Entschlossenheit und Vorausblick haben wir bewiesen, dass wir in Deutschland bei Zukunftstechnologien weiterhin Weltspitze sind, erklärte am Freitag VDA-Geschäftsführer Dr. Joachim Damasky.

    Allerdings wies der Verband darauf hin, dass das Regelwerk mit der technologischen Entwicklung einhergehen muss und daher regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt werden sollte. Unentbehrlich seien laut dem VDA auch massive Investitionen, um die noch immer großen Lücken in der digitalen Infrastruktur in Deutschland zu schließen.


    quelle: https://trans.info/de/bundesrat-autonomes-fahren-289607


    Nippon Express (China) startet neuen intermodalen Transportdienst von China nach Europa über das Kaspische Meer

    Nippon Express (China) Co., Ltd. (im Folgenden „NX China"), ein Unternehmen der Nippon Express Holdings, Inc. hat am Freitag, den 1. April, einen neuen intermodalen Dienst für den Transport von verschiedenen Orten in China nach Europa über das Kaspische Meer gestartet.


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    Quelle: CRE-Zugwagen am Terminal in Xi'an

    Leistungsmerkmale

    • Die Güter werden per Bahn von zahlreichen Orten in China nach Aktau, Kasachstan, transportiert, von dort per Schiff über das Kaspische Meer nach Baku, Aserbaidschan, und erneut per Bahn von Baku nach Istanbul, Türkei, wo sie auf EU-Eisenbahnen oder Lastwagen umgeladen und an Orte in ganz Europa geliefert werden.
    • Durchlaufzeit (Beispiel): etwa 50 bis 55 Tage von Xi’an nach Duisburg, Deutschland
    • Häufigkeit des Dienstes: einmal pro Woche
    • Dieser Dienst kann als neuer BCP-Transportmodus zusätzlich zum See- und Bahntransport (China Railway Express) nach Europa genutzt werden.

    Hintergrund der Dienstleistungsentwicklung

    Die Logistik in China wurde durch die Ausbreitung der Covid-19-Infektionen stark beeinträchtigt, da die anhaltenden Sperrungen in Schanghai zu Staus auf den Flughäfen und in den Seehäfen geführt haben und der Lkw-Verkehr im ostchinesischen Raum, der die Vororte von Schanghai anbindet, weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

    Um die Lieferketten der Kunden aufrechtzuerhalten, bietet NX China zusätzlich zum bestehenden Schienentransport mit dem China Railway Express einen intermodalen Transportdienst an, der den Schienentransport in China mit dem Seetransport auf zwei von NX China entwickelten Routen kombiniert: (1) eine nördliche Route, die die Häfen Qingdao und Lianyungang nutzt, und (2) eine südliche Route, die die Häfen Ningbo und Wenzhou nutzt.

    NX China hat auch eine Route über das Kaspische Meer für den Transport von China nach verschiedenen Teilen Europas über Kasachstan entwickelt, um den oben erwähnten intermodalen Transportdienst zu ergänzen. Dieser neue Dienst kann als BCP-Transportmodus für nach Europa gehende Fracht genutzt werden, die nicht über Russland befördert wird.



    quelle: https://trans.info/de/intermod…-china-nach-europa-289824

    Sie soll Regierungen und Branchenakteure dabei unterstützen, ihre Investitionen dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt werden.


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    Sinnvoll ist es, zunächst an solchen Standorten Ladestationen einzurichten, wo Lkw entlang der Hauptverkehrstrassen schon heute bevorzugt Stopps einlegen. (Foto: Daimler Truck AG)


    Eine neue Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Verbands der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) will Regierungen und Infrastrukturbetreibern dabei helfen, Prioritäten für die Installation von Ladepunkten für Elektro-Lkw zu setzen.

    Quote
    Batteriebetriebene Elektro-Lkw werden eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs spielen. Wenn in der gesamten EU rasch genügend Ladestationen installiert werden, wird ihre Marktakzeptanz in den kommenden Jahren exponentiell zunehmen. Angesichts der Tatsache, dass Ladestationen, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Lkw zugeschnitten sind, heute fast vollständig fehlen, ist die Herausforderung, die vor uns liegt, enorm. Deshalb wollen wir Regierungen und Branchenakteure dabei unterstützen, ihre Investitionen dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt werden. (Martin Lundstedt, Vorsitzender des ACEA-Nutzfahrzeugausschusses und CEO der Volvo Group)

    Deutschland: 746 bevorzugte Standorte fürs Lkw-Laden

    Es sei laut ISI-Studie unwahrscheinlich, dass die Lkw-Betreiber bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge ihr Einsatzverhalten für die Fahrzeuge ändern werden. Ziel der Studie sei es daher gewesen, genau zu erfassen, wo die Fahrer heute ihre Stopps einlegen und welche dieser Stopps am häufigsten genutzt werden.

    Das Fraunhofer ISI hat dazu über einen Zeitraum von zwölf Monaten die GPS-Koordinaten von rund 400.000 Lkw in ganz Europa ausgewertet und sich dabei auf die Dauer der Stopps an den einzelnen Standorten konzentriert. Die Analyse ergab, dass auf 10 % der von Lkw in Europa am häufigsten angefahrenen Orte (mehr als 3 000) etwa 50 % (78.000) der gesamten Lkw-Halte entfallen (Übersicht siehe Anhang).

    Die meisten Stopps macht die Untersuchung in Deutschland aus: 34.521 Stopps pro Tag an insgesamt 7.452 Standorten. Laut Fraunhofer bräuchten bis 2027 insgesamt 746 Standorte eine Lkw-Lademöglichkeit – eine sicherlich lösbare Aufgabe.

    Auf Deutschland folgt Frankreich in der Fraunhofer-Liste, wo die Analyse 25.615 Stopps pro Tag an 5.833 Standorten listet. Dort werden bis 2027 an 584 Standorten Lademöglichkeiten gebraucht. Platz drei nimmt Italien mit 10.688 Stopps pro Tag an 3.367 Standorten ein. Bis 2027 sieht die Untersuchung hier einen Bedarf an Lademöglichkeiten an 337 Standorten.

    Regionale Karte

    Vor diesem Hintergrund fordert der ACEA die nationalen Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass die 10 % der bevorzugten Lkw-Stopps in ihren Ländern bis spätestens 2027 mit geeigneten Ladestationen ausgestattet werden. Die genauen Standorte aller Lkw-Haltestellen in 29 europäischen Ländern hat die Studie in fünf regionalen Karten dargestellt: Mitteleuropa, Nordeuropa, Südosteuropa, Südeuropa und Westeuropa. Sie lassen sich auf der ACEA-Homepage detailliert anschauen.

    Auf den Karten wird auch zwischen den verschiedenen Haltezeiten der Lkw unterschieden - kurze (unter einer Stunde) und lange Halte (Parken über Nacht). Dies ist wichtig, da die Dauer den Ladebedarf bestimmt, z.B. die Zeit, die für eine vollständige Aufladung zur Verfügung steht, und die erforderliche Leistungsabgabe. Die Karten zeigen auch genau, wo sich die am meisten genutzten Lkw-Stationen befinden (hauptsächlich auf Rastplätzen entlang von Autobahnen, auf Firmengeländen, in Logistikzentren und Häfen).



    quelle: https://transport-online.de/ne…-ladestationen-68904.html

    Goldhofer: Kesselbrücken für monströse Kabeltrommeln

    Energieanlagen Ramonat transportiert riesige Kabeltrommeln mit aktuell bis zu 55 Tonnen Gewicht, damit der Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen dort landen kann, wo er gebraucht wird. Zum Einsatz kommen dabei Schwerlastmodule von Goldhofer.


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    Riesige Kabeltrommeln mit steigendem Gewicht: Deshalb sitzt der Hersteller eigenen Angaben zufolge an der Entwicklung einer Kesselbrücke für Trommeln mit bis zu 100 Tonnen Gewicht. (Foto: Goldhofer)


    Um den aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen erzeugten Strom dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird, sind sehr lange Kabel erforderlich. Die Energieanlagen Ramonat GmbH realisiert weltweit Kabeltrassen und übernimmt die Planung, Verlegung, Instandhaltung sowie schließlich den Rückbau und die Entsorgung dabei.

    Die Kabellänge kann dem Unternehmen zufolge dabei bis zu zwei Kilometer betragen und die Kabeltrommeln erreichen derzeit Gewichte bis zu 55 Tonnen, Tendenz: steigend. Mit bis zu 100 Tonnen rechnet das Unternehmen künftig.

    Nicht nur das hohe Ladegewicht stellt dabei eine Herausforderung dar, sondern auch die voluminösen Trommelmaße - beim Transport zur Baustelle sowie beim Manövrieren auf unterschiedlichen Baustellentopographien, zum Beispiel beim Abspulen.

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    „Bewegt sich heute die Breite der Kabelspulen noch zwischen vier Metern und fünf Metern, wird sie bald zwischen acht und zwölf Metern liegen“, so Geschäftsführer Stefan Ramonat.

    Zum Einsatz kommen dabei Goldhofer-Schwerlastmodule THP/SL-L mit Kesselbrücken. Sie sollen laut Herstellerangaben ein optimales Eigengewicht-Nutzlast-Verhältnis und verschiedene Kombinationsvarianten bieten, über die notwendige Torsionssteifigkeit verfügen und geländetauglich sein. Zudem ist nach eigenen Angaben der Einsatz von Selbstfahrern möglich.

    Derzeit entwickelt der Hersteller eine optimierte Kesselbrücke zur Aufnahme einer Abspulvorrichtung für Trommeln mit bis zu 100 Tonnen Gewicht. Auch an der Konzeption von Motoren mit synchronisiertem Gleichlauf zum ruckfreien Abspulen der Kabel am Verlegeort wird gearbeitet, lässt man verlautbaren.



    quelle: https://transport-online.de/ne…-kabeltrommeln-68906.html

    LKZ Prien: Dunkle Wolken und nachhaltige Logistik am Chiemsee

    Wie sieht die Logistik der Zukunft aus? Wie kommen mehr Güter auf die Schiene? Und wie packen wir das Thema Digitalisierung an? Nur drei von vielen Fragen, die beim 12. Symposium Logistik Innovativ des LKZ Prien aufgeworfen wurden.

    Dunkle, graue Regenwolken hängen an diesem Dienstag über Prien am Chiemsee. Umso mehr hebt sich das strahlend weiße Zelt ab, dass die Organisatoren des 12. Symposiums Logistik Innovativ, das Logistikkompetenzzentrum Prien, aufgebaut haben. Mehr als 175 Teilnehmer tummeln sich bereits vor, neben und im Zelt. Tun das, was in den vergangenen Jahren der Corona-Pandemie deutlich zu kurz gekommen ist: netzwerken. Es wird gelacht, diskutiert und sich unterhalten. Man merkt förmlich wie sehr das allen gefehlt hat und wie sehr sie alle nach einem direkten Austausch dürsten. Doch so schön das ungezwungene Geplauder ist, jetzt geht es rein in geballte fachliche Kompetenz, denn bereits das erste Thema hat es in sich: Mehr Verkehr auf die Schiene: Innovative Lösungen zur nachhaltigen und effizienten Verlagerung. Doch zunächst ließen es sich die Geschäftsführer des LKZ Prien, Karl Fischer und Dr. Petra Seebauer, Otto Lederer, Landrat Kreis Rosenheim, Andreas Friedrich, Bürgermeister Prien sowie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann via Videobotschaft nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen.

    Und schon heißt es: Bühne frei – zunächst für Roland Klement, Vorstand F&E, Schmitz Cargobull AG, der in seinem Impulsvortrag „Welche Entwicklungen sind erforderlich, um mehr Verkehr und Trailer auf die Schiene zu bringen?“ den Status quo kranbarer Sattelauflieger sowie die Ergebnisse der Projekte Future Trailer, Fruture Intermodal Wagon beleuchtete.

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    „Planen- und Kof fer-Auflieger machen circa 80 Prozent der von uns produzierten Sattelauflieger aus. Diese Teilmenge wäre aus unserer Sicht für eine Verlagerung geeignet. Alle anderen Typen sehen wir nicht auf der Schiene“, sagt Klement.

    Eine Verpflichtung zum ausschließlichen Einsatz kranbarer Auflieger sei keine Lösung, sind sich Diskutanten anschließend einig. Eine knappe halbe Tonne mehr brächten die kranbaren Lösungen auf die Waage – ineffizient und klimabelastend wäre das. LKZ-Chef Fischer brachte es auf den Punkt:

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    „Ski zieht man ja auch nur an, wenn man Ski fahren möchte und läuft nicht das ganze Jahr damit rum.“

    Einig ist man sich auf der Bühne allerdings, dass Straße und Schiene als Partner funktionieren müssen, auch wenn dabei noch einiges zu tun ist.

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    „Wir sind keine Konkurrenten“, betont Christian Renners, Vorsitzender der Geschäftsführung Kögel Trailer.

    Digitalisierung - schlechte Noten, viel zu tun

    Baustellen gibt es auch mehr als genug beim Thema Digitalisierung. Vor allem, weil „wir zu gern basteln“, wie Prof. Dr. Robert Kuttler von der Technischen Hochschule Rosenheim bei seinem Impulsvortrag betonte. Auch die Diskutanten zum Thema „Digitale und nachhaltige Lieferketten: Wie gelingt ein durchgängiger Datenaustausch im Güterverkehr“ stellen dem deutschen Digitalisierungsfortschritt kein gutes Zeugnis aus.

    Ein gebührender Abschied

    Die Symposiumsteilnehmer sind jedenfalls gewillt den Abend in geradezu hoheitlicher Manier ausklingen zu lassen. Denn kein geringer als der bayerische Staatsminister Christian Bernreiter hatte zum Empfang auf Schloss Herrenchiemsee geladen. Und so bringt um 17.30 Uhr die „Edeltraut“ die Gäste trockenen Fußes auf die Insel.

    Der Spiegelsaal des Schlosses bietet einen gebührenden Rahmen um nicht nur eine letzte, hochkarätige Diskussionsrunde mit

    • Daniel Alfreider, Landeshauptmann Stv. und Landesrat für Infrastruktur und Mobilität (Südtirol), Autonome Provinz Bozen;
    • Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr;
    • Johann Bögl, Vizepräsident, Erster stellvertretender Vorsitzender, Bayerischer Bauindustrieverband;
    • Francesco S. Parisi, President & Managing Director, Parisi Group - Casa di Spedizioni S.p.A. und
    • Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

    zu führen, sondern auch um einen zu verabschieden, der sozusagen der Vater des LKZ ist: Karl Fischer. Er übergibt den Staffelstab an seine Nachfolgerin Dr. Petra Seebauer. Doch davor würdigen ihn und seine Verdienste um die Logistik die Teilnehmer noch einmal mit Standing Ovations. Bevor im Anschluss der Anschnitt der 25 Jahre LKZ-Torte einen würdigen Abschluss des Abends bildet, bevor es am Mittwoch zum zweiten Symposiumstag geht – unter den dunklen, grauen Regenwolken am Chiemsee.


    quelle: https://transport-online.de/ne…ik-am-chiemsee-68908.html

    International Van of the Year 2022: Mercedes erhält ersehnte deutsche Replica

    Von pandemiebedingten Lieferengpässen betroffen war auch der Hersteller des Pokals zum "International Van of the Year 2022" für den Mercedes-Benz Citan. Nun ist er beim deutschen Vertreter des Gewinners angekommen. Anlass war die Fahrvorstellung des noblen Pendants T-Klasse in München.


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    Das deutsche Jury-Mitglied und Logistra-Test+Technik-Ressortleiter Johannes Reichel übergab eine verkleinerte Replica der Van-of-the-Year-Trophy an Carl-Christian May, Leiter Produktmanagement Mercedes-Benz Small Vans (rechts) im Rahmen der Fahrvorstellung der T-Klasse im Münchner Werksviertel. (Foto: Mercedes-Benz)


    Auch die kleine Branche der Pokalhersteller litt unter Lieferengpässen in der Pandemie, sodass die allfällige Replica für den International Van of the Year 2022 nicht pünktlich zur Award-Nacht des HUSS-VERLAG an Mercedes-Benz für den Citan übergeben werden konnte. Diese fand eigentlich im Rahmen des "Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit" der HUSS-Branchenzeitung Transport bereits Ende November statt. International war der Original-Award auf der Solutrans in Lyon ebenfalls im November bei einer feierlichen Gala auf der Eurexpo vergeben worden. Doch der Zulieferer der aus Alu gefrästen Replika war von Rohstoffmangel betroffen und konnte nicht rechtzeitig zustellen. Hinzu kamen seither die Terminembargos in der Pandemie. Und so hat es ein wenig gedauert, bis jetzt auch der deutsche Vertreter des Gewinners ausgezeichnet wurde. Anlass bildete passenderweise die Fahrvorstellung des edlen Pendants des Gewinnerfahrzeugs Citan, die Mercedes-Benz T-Klasse. Hier ergriff das deutsche Jury-Mitglied und LOGISTRA-Test+Technik-Ressortleiter Johannes Reichel die Gelegenheit, das gute Stück an Carl-Christian May, Leiter Produktmanagement Mercedes-Benz Small Vans, zu übergeben, vor der Kulisse des schicken Münchner Werksviertels.

    Dessen Freude über die verspätete handfeste Überraschung war umso größer. May verwies zugleich auf die deutliche Ausdifferenzierung der Baureihe mit dem Modellwechsel, bei dem der Citan und dessen Kombi-Variante Citan Tourer den "gewerblich" orientierten Part übernimmt und die T-Klasse in eine komplett neue Rolle als schon in der Serie etwa mit dem Infotainment MBUX und sieben Airbags ausgestatteten Premium-Van schlüpft. Auch die Innenausstattung des raumeffizienten und bis zu siebensitzigen Vans ist deutlich hochwertiger und lässt sich auf das Niveau der Pkw der Marke Mercdes-Benz hochrüsten.

    Der IVOTY-Gewinner Citan teilt mit dem noblen Pendant aber das schon in der Basis gute, wahlweise hohe Niveau an Sicherheitssystemen, das den Van bis auf Level 2 des automatisierten Fahrens bringt. Zudem hatte die Jury honoriert, dass es neben einem den ersten Eindrücken nach sehr sparsamen Diesel und einem preiswerten Benziner zeitnah eine vollelektrische Variante geben soll, die noch in diesem Jahr vorgestellt wird. Der eCitan bekommt dann auch wieder ein nobles Pendant, das bei Mercedes-Benz auf das Kürzel EQT hört und knapp 300 Kilometer emissionsfreier Reichweite bieten soll. Man darf im wahrsten Sinne des Wortes hochgespannt sein.


    quelle: https://transport-online.de/ne…utsche-replica-68903.html


    Mercedes-Benz Trucks zeigt auf der IFAT 2022 kommunale Mobilitätslösungen

    Diese Mobilitätslösungen haben eines gemeinsam: Sie sind nachhaltig. So werden erstmals zu sehen sein vollelektrische eEconic (Messepremiere), der eActros mit elektrifizierten Kipperlösungen, und auch Unimogs (U 219 und U 423) werden zu sehen sein.

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    Diese Mobilitätslösungen haben eines gemeinsam: Sie sind nachhaltig. So werden erstmals zu sehen sein vollelektrische eEconic (Messepremiere), der eActros mit elektrifizierten Kipperlösungen, und auch Unimogs (U 219 und U 423) werden zu sehen sein.

    Die Anwendungsbereiche für Kommunalfahrzeuge sind vielfältig. Bei den Betrieben stehen dabei die Kriterien Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, sicheres Handling und Umweltfreundlichkeit an oberster Stelle. Mercedes-Benz Trucks bietet hierfür ein breites Portfolio, das man auf der diesjährigen IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, in München zeigt (30. Mai bis 3. Juni 2022, Messestand 341/343 – in Halle C6 und im Freigelände.



    Dr. Ralf Forcher, Leiter Mercedes-Benz Special Trucks: „Wir stellen uns der Herausforderung, sichere Mobilität, Umwelt und Lebensqualität im urbanen Umfeld in Einklang zu bringen. Unsere vollelektrischen Nutzfahrzeuge sind lokal CO2-neutral, geräuscharm und bieten somit die ideale Lösung gerade auch für den kommunalen Einsatz.“ Vorgeführt werden der eEconic und der eActros als batterieelektrische Lkw sowie verschiedene Unimog-Fahrzeuge. Der eEconic beispielsweise wird für die IFAT mit einem Müllsammelaufbau von Zöller ausgestattet sein: dem Medium X4 22,5 Clean Drive. Der speziell für vollelektrische Fahrgestelle mit Hochvolt-Schnittstelle konzipierte Clean-Drive-Aufbau besteht aus einem elektrifizierten Sammelkasten (22,3 Kubikmeter Fassungsvermögen) mit zwei innenliegenden Elektromotoren samt direkt aufgesetzten Hydraulikpumpen, Konverter und einem Gleichrichter.



    Um die Nutzung des eActros und des eEconic zu maximieren, Elektro-Lkw bestmöglich in den Tagesablauf zu integrieren, Zeit und Aufwand zu sparen sowie den Umstieg auf die E-Mobilität so einfach wie möglich zu gestalten, gibt Mercedes-Benz Trucks seinen Kunden über das Fleetboard Portal eine ganze Reihe digitaler Lösungen an die Hand. Dazu zählt beispielsweise ein individuell ausgearbeitetes Charge Management etwa für die Erstellung von Ladeprofilen sowie ein Logbook mit detaillierten Angaben zu Fahr-, Stand- und Ladezeiten. Außerdem ein Mapping-Tool, das in Echtzeit anzeigt, wo sich ein Fahrzeug gerade befindet, ob es fährt, steht oder lädt und wie hoch der Ladezustand der Batterie ist.


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    Ein Unimog im kommunalen Einsatz - © Daimler AG


    quelle: https://traktuell.at/news/merc…ale-mobilitaetsloesungen/


    Scania-CNG mit Allison-Vollautomatik

    Ab Herbst 2022 verstärken weitere 34 Scania CNG-Müllsammelfahrzeuge mit Allison-Vollautomatik den Fuhrpark des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM).


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    © Abfallwirtschaftsbetrieb München


    Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) ist einer der größten kommunalen Entsorgungsbetriebe in Deutschland. Im Zuge einer nachhaltigen und umweltschonenden Neuausrichtung seines Fuhrparks setzt das Unternehmen bereits seit einigen Jahren 10 Scania CNG-Müllsammelfahrzeuge mit Allison-Vollautomatikgetrieben der Baureihe 3000 ein. Bis Herbst 2022 kommen nach und nach insgesamt 34 weitere Fahrzeuge dazu, gut 20 von ihnen wurden bereits ausgeliefert. Mittelfristig soll die gesamte Flotte des AWM mit 184 Müllfahrzeugen auf umweltschonende Antriebe umgestellt werden.

    Bei den 34 neuen Fahrzeugen handelt es sich je zur Hälfte um Scania R 280 B 6x2*4 NB// CNG mit Fernverkehrshaus CR20L und einem Radstand von 3.750 mm und um Scania L 280 B6x2*4 NB// CNG mit Niederflurfahrerhaus, CityDoor und 3.550 mm Radstand. Die Lkw sind mit Allison-Vollautomatikgetrieben aus der Serie 3000 ausgestattet und verfügen über 5-Zylinder Euro-6 Otto Reihenmotoren CNG mit 9,3 Litern Hubraum. Sie bringen eine Leistung von 206 kW (280 PS) und ein Drehmoment von 1350 Nm ab 1000 U/min. Bei dem Aufbau handelt es sich um Faun Variopress mit Zöller-Schüttung.

    Nach einer europaweiten Ausschreibung fiel die Wahl auf diese Fahrzeuggesamtkonfiguration. Schon seit den 1970er-Jahren fordert der AWM stets Wandlergetriebe, weil damit kein Kupplungsaustausch anfällt und wegen des höheren Komforts für die Mitarbeiter. Ein weiterer Pluspunkt für die Scania-Allison-Kombination waren die enthaltenen Spritsparmaßnahmen. Die „FuelSense 2.0“-Software von Allison ist imstande, die Schaltpunkte optimal zu setzen, weswegen die Verbräuche zurückgehen.


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    Die Allison-Getriebebaureihe 3000 (3000 Series) ist für Erdgasmotoren gefertigt, die schwere Start-Stopp-Arbeitszyklen von Kommunalfahrzeugen im Stadtverkehr aushalten müssen - © Allison Transmission


    quelle: https://traktuell.at/news/awm-…it-allison-vollautomatik/

    Die Ausbildung zum Berufskraftfahrer beim ÖAMTC erfolgt in enger Kooperation mit dem jeweiligen Unternehmen und mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice (AMS).

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    Nach dem Führerschein beginnt das Lkw-Training bei der ÖAMTC Fahrtechnik mit C95/D95-Ausbildung

    - © ÖAMTC Fahrtechnik / Christian Houdek


    Die angehenden Berufsfahrer sind bereits in der Ausbildungsphase beim Unternehmen angestellt. Die Teilnehmer erhalten nach Erwerb der Lenkberechtigung eine umfangreiche, auf die berufliche Praxis zugeschnittene, fahrerische Ausbildung in den Zentren der ÖAMTC Fahrtechnik. Dort werden sie von Profis trainiert. „Unsere Berufsfahrer Ausbildung berücksichtigt sämtliche Bedürfnisse und Anforderungsprofile des Unternehmens an sein Fahrpersonal, um die bestmögliche Vorbereitung auf den beruflichen Alltag sicherzustellen. Auf Wunsch können Ausbildungsschritte auf interne betriebliche Abläufe wie zum Beispiel Be- und Entladeprozesse, spezielle Fahrzeugkonfigurationen oder Unterweisungen ausgerichtet und integriert werden. Um den Mitarbeitern ein Maximum an Erfahrung mitzugeben, besteht auch die Möglichkeit, den unternehmenseigenen Fuhrpark bereits in der Ausbildung einzusetzen", erklärt Hermann Wirrer, Chefinstruktor Lkw und Bus, der ÖAMTC Fahrtechnik, die Inhalte.



    Die angehenden Berufsfahrer starten zunächst mit dem Erwerb des C- bzw. CE-Führerscheins in Partnerfahrschulen der ÖAMTC Fahrtechnik. Nach abgelegter Führerscheinprüfung startet die Praxisausbildung in den Fahrtechnik Zentren, die auch die Grundqualifikation und die Weiterbildung C95 oder D95 für die nachfolgenden fünf Jahre beinhaltet.


    quelle : https://traktuell.at/news/ausbildung/


    Kässbohrer erweitert sein Ersatzteillager in Goch

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    © Foto: Kässbohrer


    Als Hersteller von Sattelaufliegern bietet Kässbohrer seinen Kunden nicht nur mehr Lagerfläche und damit eine größere Auswahl an Ersatzteilen, sondern auch einen effizienteren Kundendienst und Ersatzteilservice.

    Mehr Effizienz in Kundendienst und Ersatzteilservice: Als Investition in den Ersatzteilbetrieb hat der Sattelaufliegerhersteller die Erweiterung des Ersatzteillagers in der Produktionsstätte Goch fertiggestellt. Das erweiterte Ersatzteillager bietet auf einer Fläche von 2160 m² Platz für 156 000 Ersatzteile. Mit seinem Team bedient Kässbohrer weiterhin Mitteleuropa, die Benelux-Region, die skandinavischen Länder, das Vereinigte Königreich und den Mittelmeerraum. Zusätzlich zu Goch betreibt Kässbohrer ein weiteres Lagernetz in Ulm (Deutschland) für Kunden in Mittel-, West- und Südeuropa, in Lyon (Frankreich) für Kunden in Europa und im Mittelmeerraum sowie in Adapazari für Kunden in mehr als 55 Ländern.

    Um ein erfolgreiches Ersatzteilgeschäft aufrechtzuerhalten, integriert Kässbohrer seine umfassende SAP-Datenbank in seine Aktivitäten. Damit bietet der Fahrzeughersteller eine schnelle Verfügbarkeit von 95 Prozent sowie 90 Prozent vorrätiger Ersatzteile und einen Versand innerhalb von 24 Stunden, einschließlich Originalteilen, die über die Systeme und von führenden Lieferanten bezogen werden. Das Ersatzteilteam von Kässbohrer kümmert sich persönlich um jede Anfrage und nutzt dabei seit 2009 den umfassenden elektronischen Teilekatalog (EPC).

    Breites Dienstleistungsangebot in Goch

    Die Produktionsstätte von Kässbohrer in Goch, in der sich das erweiterte Ersatzteillager befindet, ist eine von zwei Produktionsstätten in Deutschland. Der Standort Goch verfügt über eine Gesamtfläche von 108.000 m². Der Standort dient als PDI-Zentrum für Nordeuropa, als After-Sales- und Vertriebszentrum für die Region Nordrhein Westfalen sowie als Ersatzteillager. Zusätzlich unterhält Kässbohrer in Goch auch einen Herstellerservice, der seinen Kunden umfassende Reparatur- und Wartungsdienstleistungen anbietet - für alle Arten und Marken von Aufliegern an. Dazu gehören Reparaturen von Fahrgestellen aus Aluminium, Edelstahl und Stahl, Reparatur und Wartung von Achsen, Bremssystemen, Reparatur von Paneelen und Tanks sowie Aluminiumschweißen. In der 50 Meter langen Großraum-Lackierkabine können Nutzfahrzeuge aller Art und Größe sowie Sonderteile fachgerecht lackiert werden, dazu gibt es professionelle Waschmöglichkeiten.

    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…teillager-in-goch-3181150


    "Trucker-BABS" informieren ausländische Lkw-Fahrer über ihre Rechte

    Die Mitarbeiter der Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS) sind auf Rastplätzen im Freistaat unterwegs, um als Muttersprachler mit Lkw-Fahrern ins Gespräch zu kommen.

    Oft sind sie wochenlang oder sogar Monate auf Tour, ohne ihre Familie wiederzusehen. Truckerfahrer aus Osteuropa dominieren die Transportbranche in Europa. "Früher hatte ich viel mit Tschechen, Polen und Ungarn zu tun. Jetzt kommen sie von immer weiter her", sagt ein holländischer Lkw-Fahrer, der mit einer Ladung Pressbolzen gerade aus Ungarn kommt und an der Raststätte «Dresdner Tor» an der A4 seine vorgeschriebene Fahrpause einlegen muss. Früher habe er oft Gemüse und Blumen nach Skandinavien gefahren. Doch auf den Lastern aus Spanien hätten fast nur Afrikaner gesessen. "Sogar einen Mann von den Philippinen habe ich mal getroffen."

    Zeitdruck macht einsam

    Die Rastplätze deutscher Autobahnen sind eine Art Vielvölkerstaat. Und doch bleiben die meisten Truckerfahrer lieber für sich. Zeit zum Austausch mit anderen gebe es kaum noch, meint der Holländer: "Man hat viel mehr Zeitdruck als früher." Angst um seine Ladung muss er jedenfalls nicht haben. Die Bolzen seien viel zu schwer für Diebe, sagt der Mann und lacht. Zum Lachen ist hier allerdings den wenigsten zumute. Manche können es kaum erwarten, dass es weitergeht. Denn die Zeit drängt, den Fahrern sitzen ihre Firmen im Nacken. Lkw-Fahren ist fernab von aller Trucker-Romantik und dem TV-Format «Trucker Babes» ein Knochenjob.

    BABS, nicht BABES

    Das wissen auch die Frauen und Männer von der Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS). Sie sind auf Rastplätzen im Freistaat unterwegs, um als Muttersprachler mit Lkw-Fahrern ins Gespräch zu kommen und sie über ihre Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu informieren. "Normalerweise beraten wir EU-Bürger, die hier in Sachsen beschäftigt sind. Unsere Beratung auf den Rastplätzen richtet sich vor allem an Fahrer aus Osteuropa, die den Freistaat als Transitland nutzen», berichtet Leona Bláhová, Leiterin und Beraterin der BABS. "Sie sollen wissen, dass es uns gibt, dass wir ihre Probleme kennen und an zuständige Stellen weitertragen."

    Die 46 Jahre alte Tschechin läuft an diesem Tag mit drei Kolleginnen aus Polen, der Slowakei und Rumänien sowie einem Deutschen die parkende Lkw-Kolonne ab, um mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen und Flyer mit Infos zu verteilen. Als die jungen Frauen das erste Mal unterwegs waren und an die Türen der Fahrerkabinen klopften, kam das bei einigen Fahrern völlig verkehrt an: "Seitdem tragen wir Warnwesten, damit wir nicht verwechselt werden", sagt Bláhová. Nicht immer würden die Leute mit einem reden wollen. Dann überreiche man nur einen Flyer. 2Manchmal sind die Fahrer aber ganz offen und erzählen uns ihre Geschichten. Das hört sich oft gar nicht gut an."

    Unmenschliche Arbeitsbedingungen

    "Die Fahrer bekommen häufig keinen Mindestlohn oder nur den ihres Landes. Sie fahren länger als sie dürfen, bekommen ihre Überstunden nicht bezahlt oder nicht den vollen Urlaub. Auch die Spesen sind ein Thema", listet Leona Bláhová die Probleme auf. Ihre polnische Kollegin hat einmal einen Fahrer getroffen, der ein halbes Jahr auf seinem Truck unterwegs war, ohne Zuhause gewesen zu sein. Markus Schlimbach vom Deutschen Gewerkschaftsbund bestätigt diese Masche: "Die Lkw sind beispielsweise nur in Westeuropa unterwegs, die Fahrer werden nach ein paar Wochen oder Monaten ausgewechselt und mit einem Sammeltransporter nach Hause gefahren. Das ist völlig krass."

    "Viele wehren sich nicht, weil sie Angst haben, sonst den Job zu verlieren. Sie schlafen im Auto und kochen dort, um zu sparen. Sie sind froh, wenn sie in ihren Ländern überhaupt einen Job haben. Wer etwas sagt, droht ihn zu verlieren", erklärt Bláhová. Dabei seien die Regeln etwa beim Mindestlohn klar. Wenn die Fahrer durch Deutschland kommen, gelte für die Dauer der Strecke der deutsche Mindestlohn, in Frankreich der französische. Allerdings habe sich bei den Spediteuren herumgesprochen, dass in Deutschland nur wenig kontrolliert werde und die Bußgelder nicht hoch seien - ganz anders als in Frankreich.

    Müde Fahrer: Nicht nur gefährlich für sich

    Schlimbach und Sachsens Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Fröhlich sind dafür, dass das Bundesamt für Güterverkehr nicht nur den technischen Zustand der Lkw prüft, sondern auch die Bedingungen der Fahrer. "Es geht auch hier um die Verkehrssicherheit auf deutschen Autobahnen und Straßen. Ich musste an Günter Wallraffs Buch 'Ganz unten' denken, als ich die Geschichten mancher Fahrer hörte", sagt Fröhlich. Jeder Unternehmer stehe in der Verantwortung. "Wo kein Kontrolldruck da ist, gibt es Wildwuchs. Manche kalkulieren die Strafen mit ein. Die kommen besser, wenn sie Strafen bezahlen anstatt höhere Löhne zu zahlen", weiß Schlimbach.

    Beratung in der Muttersprache kommt gut an

    Die Rumänin Ünige Albert hat früher in Hamburg als Sozialarbeiterin Sinti und Roma betreut und berät nun nicht nur ihre früheren Landsleute in Sachsen. "Wir verstehen die Probleme der Ausländer besser, weil auch wir nicht von hier sind und manchmal negative Erfahrungen gemacht haben." Mitunter seien Leute mit der Beratung unzufrieden, weil sie nicht die gewünschte Antwort bekämen. Viele wüssten, dass ihnen der deutsche oder französische Mindestlohn zustehe, würden ihn aber dennoch nicht einfordern: "Wenn sie den Mund aufmachen, werden sie gefeuert. Dann stellt die Firma den nächsten ein. Das ist ein harter Job."

    Für ihren eigenen Job müssen sich die jungen Frauen nicht motivieren.

    Die Slowakin Paulina Bukaiova schildert ihren Antrieb so: "Ich kann meine Sprache nutzen, damit es Menschen etwas besser geht. Das ist eigentlich ganz egoistisch. Das tut gut." Bláhová wirbt dafür, dass die Belange Betroffener stärker in die Öffentlichkeit gelangen. Dann hätten die Autofahrer vielleicht auch etwa Verständnis dafür, wenn ein Lkw einen anderen auf der Autobahn überholt. "Sie stehen unter einem enormen Zeitdruck." Man wolle mit der Beratung auch präventiv wirken. "Die Leute sollen wissen, welche Rechte sie haben. Wer seine Rechte kennt, kann sich auch besser schützen."

    Verbesserung in Sicht

    Im Laufe der Jahre haben die Frauen, auf deren Warnwesten die Abkürzung BABS und das Wort Information stehen, Verbesserungen in der Branche erlebt. "Für Fahrer aus Tschechien und Polen hat sich schon viel bewegt. Auch wenn es immer wieder schwarze Schafe gibt. Die Firmen suchen jetzt Fahrer aus Moldawien oder von noch weiter weg", berichtet Bláhová. Viele polnische Transportfirmen würden inzwischen Ukrainer beschäftigen. Paulina Bukaiova trifft auf ihrer Info-Tour tatsächlich einen jungen Mann aus der Ukraine. Auf einem Foto ist er noch in Militäruniform zu sehen. Erst vor wenigen Tagen sei er aus der Armee entlassen worden, wegen einer Behinderung, sagt er.

    Ünige Albert ist auf Landsleute gestoßen, die ihre Sattelschlepper zur Weiterfahrt nach Belgien schon angelassen haben. Sie sind mit ihrer Bezahlung zufrieden, Details nennen sie nicht. Jeden ihrer Lkw ziert an der Fahrerkabine die Aufschrift «Vaya con dios» («Geh mit Gott»). Auf Gott müssen die Lkw-Fahrer auf ihren langen Fahrten quer durch Europa immer wieder bauen. Die Länderkennzeichen geben schon lange keine Auskunft mehr darüber, woher die Fahrer stammen. Ein Weißrusse auf einem polnischen Lkw gibt zu Protokoll, dass er für 10 Stunden Fahrt am Tag 50 Euro brutto bekommt. "Je weiter man in den Osten kommt, desto geringer ist die Entlohnung", sagt der Holländer. (ste/dpa)

    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…ueber-ihre-rechte-3180740


    DB und MAN testen autonomen Lkw in Ulm

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    Dieser Truck soll in einem Jahr lernen autonom seine Aufgaben zu erfüllen© Foto: MAN Truck & Bus SE


    Die Deutsche Bahn und MAN wollen ab September autonom fahrende Sattelschlepper im Containerumschlag im Schiene-Straße-Terminal in Ulm im Alltagsbetrieb testen.


    MAN Truck & Bus, Deutsche Bahn, die Hochschule Fresenius und das Unternehmen Götting ziehen positive Halbzeitbilanz im gemeinsamen Automatisierungs-Projekt ANITA (Autonome Innovation im Terminalablauf). Mit der ersten öffentlichen Fahrt des autonomen Lkw-Fahrsystems auf der MAN Teststrecke in München stellten die Partner das bisher Erreichte vor und kündigten als nächsten Schritt intensive Praxis- und Entwicklungsfahrten auf dem Container-Depot von DB Intermodal Services und dem DUSS-Terminal (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH) in Ulm Dornstadt an. Ziel von ANITA ist es, mit autonom fahrenden Lkw den Containerumschlag von der Straße auf die Schiene in seinen Ablaufprozessen zu verstetigen und damit effizienter, planbarer und zugleich flexibler zu machen. So können künftig mehr Güter im umweltfreundlichen Kombinierten Verkehr befördert werden. Dafür schärft MAN in den kommenden Monaten die elektronischen Sinne des autonomen Lkw im realen Einsatzumfeld, damit er wie ein echter Fahrer die Umgebung wahrnehmen, reagieren und planen kann.

    Ein Jahr voller Tests

    Ein ganzes Jahr planen die Partner für Erprobungsfahrten ein, um den autonomen Prototyp möglichst oft entlang der schrittweisen Entwicklung und Optimierung mit der Realität zu konfrontieren. Ein Sicherheitsfahrer, der nötigenfalls eingreift, ist dabei immer an Bord. Die intensiven Testfahrten kommen nicht nur der Weiterentwicklung des autonomen Lkw zu Gute, sondern auch der Vorbereitung der Terminals für die Integration der neuen Technologie: „Schiene und Straße kombiniert – das ist die umweltfreundliche Lösung für die Logistik der Zukunft. Wir arbeiten hier zusammen, damit diese intermodalen Verkehre wachsen. Digitalisierung und Automatisierung helfen uns, die Schnittstellen zum Güterzug, die Abläufe in den Terminals einfach und schnell zu machen", sagt Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo.

    Maschinen kommunizieren

    Damit der autonome Lkw seine Transportaufgabe im Containerumschlag erfüllen kann, muss er mit der Infrastruktur von DBIS Depot und DUSS Terminal kommunizieren können. Dafür haben die Wissenschaftler der Hochschule Fresenius in der ersten Projektphase die bestehenden Prozesse, Abläufe und Verhaltensweisen von Menschen und Maschinen vor Ort analysiert und in ein digitales Regelwerk übertragen. Als gemeinsame Sprache für die eindeutige und vollständige Kommunikation aller beteiligter Systeme dient die Contract Specification Language (CSL) von Deon Digital. Entstanden ist so eine komplette Missionsplanung, die sowohl das Fahrzeug als auch die IT-Systeme von DBIS Depot und DUSS-Terminal miteinander verbindet. (ste)



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